

Beschreibung
Whrend erfolgreiche mnnliche Boxer als aktiv, stark, aggressiv und ehrgeizig gelten, werden Frauen mit diesen Eigenschaften hufig als unweiblich wahrgenommen. Boxerinnen verstoen gegen gngige Frauenbilder und mssen in der Vermarktung ihrer sportlichen Leistung...Whrend erfolgreiche mnnliche Boxer als aktiv, stark, aggressiv und ehrgeizig gelten, werden Frauen mit diesen Eigenschaften hufig als unweiblich wahrgenommen. Boxerinnen verstoen gegen gngige Frauenbilder und mssen in der Vermarktung ihrer sportlichen Leistung verschiedenste Hrden nehmen. Die Profiboxerin und Weltmeisterin Heidi Hartmann analysiert, unter welchen historisch-gesellschaftlichen Bedingungen sich Frauenboxen im Deutschland des spten 20. Jahrhunderts entwickeln konnte und was der Eintritt in diesen von mnnlichen Handlungsmustern, Werten und Idealen geprgten Sport fr Frauen bedeutet. Sie untersucht Wechselbeziehungen von Akteurinnen, Akteuren und Feldbedingungen und ermittelt sowohl Mglichkeiten als auch Grenzen einer Karriere.
Autorentext
Heidi Hartmann, geboren 1971, studierte Sportwissenschaft und Pädagogik auf Magister in Oldenburg; einige Jahre später studierte sie außerdem Germanistik und schloss ihr Lehramtsstudium ab. In den Jahren 1999-2007 war Hartmann Profiboxerin und hielt 2004-2007 den Titel der Weltmeisterin im Verband WIBF (Women's International Boxing Federation). Heute ist sie Gymnasiallehrerin für die Fächer Deutsch und Sport und ehrenamtliche Trainerin für Kickboxen, Boxen, Traditionelles Taekwon-Do und Karate.
Klappentext
Während erfolgreiche männliche Boxer als aktiv, stark, aggressiv und ehrgeizig gelten, werden Frauen mit diesen Eigenschaften häufig als "unweiblich" wahrgenommen. Boxerinnen verstoßen gegen gängige Frauenbilder und müssen in der Vermarktung ihrer sportlichen Leistung verschiedenste Hürden nehmen. Die Profiboxerin und Weltmeisterin Heidi Hartmann analysiert, unter welchen historisch-gesellschaftlichen Bedingungen sich Frauenboxen im Deutschland des späten 20. Jahrhunderts entwickeln konnte und was der Eintritt in diesen von männlichen Handlungsmustern, Werten und Idealen geprägten Sport für Frauen bedeutet. Sie untersucht Wechselbeziehungen von Akteurinnen, Akteuren und Feldbedingungen und ermittelt sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen einer Karriere.
Inhalt
Vorbemerkung Teil I: Grundannahmen und Forschungsstrategie Einleitung 1. Das Feld Frauenboxen - Übersicht über die Forschungslage 1.1. Eigener Ansatz und Arbeitshypothese 1.2. Fragestellung und Erkenntnisinteresse 1.3. Untersuchungsgegenstände 1.3.1 Das Feld 1.3.2 Die Akteurinnen 2. Theoretische Überlegungen: Habitus und Feld 3. Methoden und Vorgehensweisen 3.1 Die Interviews 3.1.1 Experten-Interviews 3.1.2 Ethnografische Interviews 3.1.3 Durchführung der Interviews 3.1.4 Aufbereitung der Interviews 3.2 Ethnografische Elemente 3.3 Einbeziehung von Dokumenten 3.4 Triangulation 3.5 Auswertung der Daten Teil II: Das Feld 1. Entwicklung des Frauenboxens 1.1 Die historische Entwicklung des Frauenboxens im Kontext sozialen Wandels 1.2 Die Entwicklung des Faustkampfes zum modernen Sport 1.3 Sport und Boxen im 19. Jahrhundert 1.4. Die Ausdifferenzierung des Feldes im 20. Jahrhundert 1.5. Frauenboxen in Deutschland 1.6. Die Legalisierung des Amateurboxens für Frauen 1.7. Die Entwicklung bei den professionellen Boxerinnen 1.8. Die Show: Professionelles Boxen im "Randbezirk" 1.9. Fazit 2. Exkurs: Boxen und Kampfkünste 3. Die Organisationen des olympischen Boxens und des Profiboxens in Deutschland 3.1 Organisationsstrukturen des Amateurboxens der Frauen in Deutschland 3.1.1 Fehlende finanzielle Mittel zur Förderung von Mädchen und Frauen 3.1.2 Die Defizite der Boxerinnen 3.1.3 Frauenboxen als olympische Disziplin 3.1.4 Die Leistungssportförderung durch öffentliche Mittel 3.1.5 Erfolge, Außendarstellung und "Profitum" in der AIBA 3.1.6 Frauen in Spitzenpositionen der Boxverbände 3.2 Organisationsstrukturen im Profiboxen 3.2.1 Die Verbände 3.2.2 Ranglisten 3.2.3 Boxställe, Promoter, Manager 3.3 Zusammenfassung 4. Medienanalyse: Frauenboxen und die Massenmedien 4.1 Einleitung 4.2 Pierre Bourdieu: Das Feld des Journalismus 4.3 Mediale Inszenierung und "doing gender" im Frauenboxen 4.3.1 Frauenboxen in den Massenmedien 4.3.2 Auszüge aus Printmedien und Fernsehen (1995-2009) 4.3.3 Sexualisierung von Boxerinnen in den Massenmedien 4.4 Die Institutionen im Frauenboxen und die Medien 4.4.1 Amateurboxen in den Medien? 4.4.2 Profiboxen in den Medien! 4.4.2.1 Interview mit Jean-Marcel Nartz 4.4.2.2 Interview mit Wilfried Sauerland 4.4.2.3 Interview mit Jürgen Lutz 4.5 Boxerinnen und die Medien - Schönheit und Unversehrtheit als körperliches Kapital der Boxerinnen 4.5.1 Sichtweisen von Amateurboxerinnen 4.5.2 Sichtweisen von Profiboxerinnen 4.6 Zentrale Ergebnisse 4.6.1 Die männliche Herrschaft 4.6.2 Zwischen Akzeptanz und Widerstand - Die Boxerinnen 4.7 Exkurs: Die Symbolik des Boxens in der Werbung 4.7.1 Beispiele 4.7.2 Zwischenfazit 4.8 Fazit 5. Regina Halmich - Porträt der weltweit erfolgreichsten Boxerin: "Der Trotz war größer als der Schmerz" 5.1 Einleitung 5.2 Regina Halmich: Der Einstieg, die Hindernisse und der Erfolg 5.3 Wie der Erfolg zustande kam: Conditio sine qua non 5.3.1 Bedingung 1: Veranstaltungen 5.3.2 Bedingung 2: Der Titel: "Weltmeisterin werden" 5.3.3 Bedingung 3: Der erste Trainer, die Entdeckung und der Boxstall 5.3.4 Bedingung 4: Die Medien 5.3.5 Bedingung 5: Selbstproduktion 5.4 Fazit Teil III: Die Akteurinnen Die Boxerinnen - Boxen als Leistungssport aus der Sicht der Athletinnen Einleitung Fragestellungen und Vorgehensweisen Zur Kategorisierung der Ergebnisse 1. Ergebnisse 1.1 Familie 1.1.1 Struktur 1.1.2 Die Eltern 1.1.3 Die Geschwister 1.1.4 Zusammenfassung 1.2 Einstieg ins Boxen 1.2.1 Wie kommen Mädchen und Frauen zum Boxsport? 1.2.2 Aus welchen Gründen erfolgt der Wechsel von anderen Kampfsportarten zum Boxen? 1.3 Der Trainer 1.4 Medien und Öffentlichkeit 1.5 Bildung, Beruf und Berufsplanung der Boxerinnen 1.6 Umgang mit Anforderungen und Herausforderungen im Boxsport 1.6.1 Umgang mit physischen und psychischen Anforderungen 1.6.2 Zusammenfassung 1.7 Fazit 2. Die Fallbeispiele/Prototypen 2.1 Fall Sandra: Scheitern als Folge fehlender Ressourcen 2.1.1 Der Einstieg: Ohne Plan? 2.1.2 Der Wechsel: Die Verletzung 2.1.3 Die Eltern: Die Abwesenheit der Mutter 2.1.4 Die fehlenden Brüder: Die Jungen aus der Nachbarschaft 2.1.5 Der Trainer: Lebensgefährte 2.1.6 Berufsplanung: Mal schauen, was so kommt 2.1.7 Anstrengungsbereitschaft: Ehrgeiz und Wille in Grenzen 2.1.8 Anspannung 2.2 Fall Birte: Erfolg auf kompetitiv organisierten Feldern 2.2.1 Der Einstieg: Die logische Folge - der rote Faden im Sportleben 2.2.2 Der Wechsel: Voller Einsatz 2.2.3 Die Eltern: Der geliebte Vater 2.2.4 Die Brüder: Gemeinsame Unternehmungen 2.2.5 Der Trainer: Über-Vater in Autorität und Führung 2.2.6 Berufsplanung: Die ganze Energie in den Beruf 2.2.7 Erfolgsorientierung: Besonderer Ehrgeiz und starker Wille 2.3 Fazit Teil IV: Schlussbetrachtung 1. Chancen und Grenzen 2. Fazit und Ausblick Literatur Anhang