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'Ein Faible für Tübingen'

  • Fester Einband
  • 292 Seiten
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Als es in Deutschland noch Lesehunger gab: Wie Paul Celan in Württemberg ankam - und Deutschland Paul Celan entdeckte. Ein anschau... Weiterlesen
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Beschreibung

Als es in Deutschland noch Lesehunger gab: Wie Paul Celan in Württemberg ankam - und Deutschland Paul Celan entdeckte. Ein anschaulich-aufschlußreiches Stück Literatur- und Nachkriegsgeschichte.

So ungewöhnlich wie lohnend: Am Modellfall Württemberg das schwierige Verhältnis eines deutsch-jüdischen Dichters zu Deutschland abzulesen. Paul Celan kam zwischen 1952 und 1970 regelmäßig in den Raum Stuttgart-Tübingen. Hier war sein erster Verlag, die Deutsche Verlagsanstalt. Hier traf er sich mit Bekannten und Freunden, mit Buchhändlern und Kritikern. Zehnmal hat Celan in der Region öffentlich gelesen, das letzte Mal wenige Wochen vor seinem Tod. Den Dichter auf seinen Reisen nach Süddeutschland zu begleiten, bedeutet auch eine Zeitreise durch die 1950er und 1960er Jahre der Bundesrepublik. Wir folgen einem noch nahezu unbekannten Autor auf den Stufen seines schnell wachsenden Ruhms und fragen nach den Gründen für das nach Mitte der 1960er Jahre schwindende Interesse neuer Lesergenerationen an ihm. Seine Gedichte werden dabei nie aus dem Auge verloren. Mit guter Ortskenntnis und hervorragendem Hintergrundwissen schöpft die Tübinger Celan-Spezialistin Barbara Wiedemann aus zahlreichen neuen Quellen, aktiviert Zeitzeugen und stellt anhand akribischer Pressestudien die Kontexte dar, in denen sich die Begegnungen zwischen Celan und seinen westdeutschen Zeitgenossen ereignet haben. So entsteht ein über den besonderen "Fall" weit hinausgehendes anschauliches Bild, ein bei aller Genauigkeit flüssig, ja: spannend zu lesendes Buch.

Autorentext
Barbara Wiedemann, 1953 in Augsburg geboren, Studium der Germanistik und Romanistik in Tübingen, DAAD-Lektorat in Rumänien, Promotion über das Frühwerk von Paul Celan. Lehrbeauftragte an der Universität Tübingen im Bereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Internationale Literaturen. (Mit-)Herausgeberin zahlreicher Editionen aus dem Nachlass von Paul Celan im Auftrag der Erben, darunter auch die Briefwechsel Celans mit Nelly Sachs, Franz Wurm, Hanne und Hermann Lenz, Ingeborg Bachmann, Gustav Chomed, Rolf Schroers, Paul Schallück, Heinrich Böll und Gisela Dischner.

Klappentext

So ungewöhnlich wie lohnend: Am Modellfall Württemberg das schwierige Verhältnis eines deutsch-jüdischen Dichters zu Deutschland abzulesen. Paul Celan kam zwischen 1952 und 1970 regelmäßig in den Raum Stuttgart-Tübingen. Hier war sein erster Verlag, die Deutsche Verlagsanstalt. Hier traf er sich mit Bekannten und Freunden, mit Buchhändlern und Kritikern. Zehnmal hat Celan in der Region öffentlich gelesen, das letzte Mal wenige Wochen vor seinem Tod. Den Dichter auf seinen Reisen nach Süddeutschland zu begleiten, bedeutet auch eine Zeitreise durch die 1950er und 1960er Jahre der Bundesrepublik. Wir folgen einem noch nahezu unbekannten Autor auf den Stufen seines schnell wachsenden Ruhms und fragen nach den Gründen für das nach Mitte der 1960er Jahre schwindende Interesse neuer Lesergenerationen an ihm. Seine Gedichte werden dabei nie aus dem Auge verloren. Mit guter Ortskenntnis und hervorragendem Hintergrundwissen schöpft die Tübinger Celan-Spezialistin Barbara Wiedemann aus zahlreichen neuen Quellen, aktiviert Zeitzeugen und stellt anhand akribischer Pressestudien die Kontexte dar, in denen sich die Begegnungen zwischen Celan und seinen westdeutschen Zeitgenossen ereignet haben. So entsteht ein über den besonderen »Fall« weit hinausgehendes anschauliches Bild, ein bei aller Genauigkeit flüssig, ja: spannend zu lesendes Buch.



Leseprobe
»Obwohl man weiß, daß man dabei einem eher äußerlichen Zwang unterliegt: Man sieht nach den letzten Worten. Die letzte Zeile in Paul Celans letztem Gedichtbuch (vor einigen Tagen suchte er, wie schon gemeldet, den Tod in der Seine) lautet: Vom Unbestattbaren her. Von dorther fiel Licht auf seine Strophen, seit er begonnen hatte zu schreiben.« Walter Helmut Fritz, Nachruf auf Paul Celan, Stuttgarter Zeitung, 8. Mai 1970

Inhalt

Inhalt Vorbemerkung: Paul Celan in Württemberg - Deutschland und Paul Celan? 5 Annäherungen an Deutschland 9 Erstmals in Stuttgart 31 Der Gedichtband »Mohn und Gedächtnis« 44 Die Freundschaft mit Hanne und Hermann Lenz 53 Literaturkritik und Antisemitismus 64 Alte und neue Freunde in Esslingen 71 Der erste Besuch in Tübingen 78 Ein erster Höhepunkt der Goll-Affäre 93 Die erste Lesung in Tübingen 105 Erfahrungen mit deutschen Studierenden 113 Celan liest aus »Sprachgitter« 118 Die Lesung für die Buchhandlung Osiander 125 Eine versäumte Tübinger Gelegenheit 140 Hanne Lenz streitet mit Paul Celan 148 Der Büchnerpreisträger in der Stuttgarter Presse 158 Ein Kurzbesuch in Tübingen 167 Walter Jens' Verteidigung in Sachen Goll-Affäre 176 Die Lesung beim Tübinger Hochschulkurs 186 Begegnungen mit Hans Mayer 198 Keine Proteste bei Celans Lesung 1968 in Tübingen 209 Der Band »Fadensonnen« in der >Stuttgarter Zeitung< 221 Die letzte öffentliche Lesung 229 Letzte Stationen im Schwäbischen 239 Nachrufe 251 Schlußbemerkung 259 Bibliographie mit Kurztiteln 261 Werkregister Celan 277 Personenregister 281

Produktinformationen

Titel: 'Ein Faible für Tübingen'
Untertitel: Paul Celan in Württemberg. Deutschland und Paul Celan
Autor:
EAN: 9783863510725
ISBN: 978-3-86351-072-5
Format: Fester Einband
Herausgeber: Klöpfer & Meyer
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 292
Gewicht: 438g
Größe: H212mm x B136mm x T28mm
Veröffentlichung: 17.09.2013
Jahr: 2013